Wie man sicher merkt, gehören die Zugziegen zu meiner Lieblingsgattung.
Auf dem Bild kann man schön die verschiedenen Stufen der farblichen Veränderung des Fells von Schwarz/Weiß über Braun/Weiß bis zu Uniweiß erkennen. Nach einem Übungsflug im Schwarm erholen sich die gut genährten Tiere auf den Wiesen von OWL.
Das Wiederkäuen hat im Übrigen bei diesen Ziegen noch eine zweite Bewandtnis:
Durch die großen Luftdruckuntertschiede in den verschiedenen Höhen müssen auch die Zugziegen Kaubewegungen machen um den Druck auf den Ohren zu beseitigen. Daher gibt es an verschiedenen Orten im Warburgerland den Spitznamen: Kaugummiziege!
Diese Gattung gibt es nicht im eigentlichen Sinne. Allerdings nutzen findige Bauern in der Warburger Börde, Ziegen als:
Funktioniert grandios!
Diese possierliche Ziegenart hat ihren Namen durch die Geräusche mit denen sie andere Spezies warnen. Es sind Schnarrlaute, welche sich wie der laute Freilauf eines Fahrrades anhören. Die Evolution war hier sehr geschickt: In der heutigen Zeit reagiert z.B. der Homo sapiens nicht mehr auf natürliche Tierlaute, aber er bringt sich relativ schnell und konsequent in Sicherheit wenn er dieses Geräusch vernimmt!
Ein Gastbeitrag von chaospunk
Wir können hier die nordfriesischen Gipfelziegen erkennen; sie modellieren mit ihren Hufen den Gipfel eines der höchsten Berge Nordfrieslands - das Sandebergmassiv (53m) - mit ihren Ausscheidungen düngt sie zeitgleich die enormen Baumriesen, die schon die Wikinger beeindruckten.
Um die Tiere nicht zu stressen, in den Sommermonaten gibt es sehr viel Kontakt mit Touristen, wurde das Photo aus größerer Entfernung aufgenommen.
Eine seltsame Ziegenart, welche sich tatsächlich nicht in Herden aufhält, sondern als Einzelgänger_innen durch Wälder und Steppen zieht. Oft kommt es vor, dass sie sich unter fremde Herden mischt um dort das Erbgut weiter zu geben. Vorteile sind für beide Seiten zu sehen:
Gestern noch vermisst, jetzt sind sie da!
Unsere Zugziegenherde.
Sie wirken ein wenig entkräftet vom langen Flug über die Alpen und kleiner geworden ist die Gruppe auch. Wahrscheinlich gab es wieder Zwischenfälle im südlichen Deutschland. Gerade in Coronazeiten und besonders im Lockdown wird den Tieren aufgelauert um Abwechslung in den tristen Alltag zu bekommen.